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......wenn die Renaissance in dieser Bootsklasse weiter anhält, wird es nicht die letzte Geschichte über das 12qm Sharpie bleiben. Sie kann nicht lückenlos sein - denn selbst bei dem Aufbau dieser Chronik gab es im Verlauf der Arbeiten immer wieder Neuheiten, die wir natürlich auch einarbeiten wollten. Leider gibt es aus den 60er und siebziger Jahren noch nicht soviel Bildmaterial wie aus dem letzten Jahrzehnt.

Erfreulich bei der Klassenentwicklung und des Klassenlebens ist die Tatsache, dass auch viele junge Segler das Boot für sich entdeckt haben - in Holland ist es der Förderung durch die Klassenvereinigung mit dem „Promotie-Boot“ - einem restaurierten Boot, dass sich im Besitz der Klassenvereinigung befindet und gegen eine Gebühr und Pflegeeinsatz jungen Mannschaften zur Verfügung gestellt wird - auch wesentlich zu verdanken. In Deutschland können wir nur hoffen, dass wir den Bestand wieder etwas erhöhen. Das eine oder andere Boot ist ja schon wieder dazu gekommen. Mit einem großartigem Stand auf der Holzbootmesse “Boatfit” in Bremen 2006 ist eine intensivere Werbung für das Boot begonnen worden und wird sich sicher auch fortsetzen lassen. Die beste Werbung für das Boot ist natürlich die rege Beteilung an Regatten im In- und Ausland. Da reicht die Palette der Veranstaltungen von der Holzboot-Regatta über die nationalen offenen Meisterschaften bis hin zur Europameisterschaft auf ständig wechselnden Revieren in Portugal, England, Holland und Deutschland.

Wenn es auf den EM’s der 60er und 70er Jahre Meldezahlen von 25-30 Booten gab so sind es in den letzten Jahren schon bis zu 65 Booten. Die Altersgruppierung erstreckt von ca. 50 Jahre bis zu 126 Jahre Mannschaftsalter bei enormer Leistungsdichte. Es gibt zur Zeit auch 2-3 weibliche Crews in Holland und England, die dieses anspruchsvolle Boot perfekt beherrschen. Was die Sharpie-Segler und ihre Freunde außerdem ausmacht - es ist eine große Familie, die nicht nur bei Veranstaltungen zusammenrückt sondern auch über das ganze Jahr die Kontakte untereinander pflegt.

Es gibt schon mal Hilfe aus Amsterdam für ein zu restaurierendes Boot in Hamburg oder ein deutscher Steuermann fliegt mit seinen Segeln nach Holland, um dort mit einem holländischen Boot und englischen Vorschotmann eine große Regatta zu segeln.

1931 erblickte das erste Sharpie in Mecklenburg-Vorpommern - genauer gesagt in Warnemünde - das Licht der Welt. Viel hat die erste deutsche Jollen-Einheitsklasse seitdem erlebt. In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts war sie modern. Hohe Leistungsfähigkeit und einfache Bauweise bei geringen Herstellungskosten sorgten für eine schnelle internationale Verbreitung.

Einer der Höhepunkte ihrer langen Karriere waren die olympischen Spiele 1956 von Melbourne (Australien). Die Einführung neuer Techniken im Bootsbau und auch der Drang der Menschen nach der damaligen Moderne ließen sie in den siebziger Jahren in einen Dornröschenschlaf sinken. Seit Anfang der neunziger Jahre erfuhr das Sharpie, getragen von einer immer aktiver werdenden Traditionsbootszene, einen ständigen Aufschwung. Heute sind Sharpies auf Grund ihrer Geschichte in dieser Szene ein gern gesehener und respektierter Bestandteil.

Was macht ein Sharpie aus? Der Ruf als immer noch anspruchsvolles Regattaboot, mit einer durchaus ranken Breite von 1,43m bei 5,99m Länge? Die unvergleichliche, gaffelgetakelte Silhouette der mittlerweile bis zu 17qm Segelfläche, bei einem sehr flachen, scharfen Rumpf? Vielleicht ist es auch die Verwunderung ob des Erscheinens, da allgemeine Einigkeit herrscht: „Sharpies gibt es doch eigentlich nicht mehr.“ So liegen sie nach Wettfahrten immer ein bisschen klein und abgehetzt am Steg, irgendwie in Eile, so als ob es gleich wieder losginge…

Textfeld: Internationales 12qm Einheits-Sharpie — Klassenvereinigung

Wir haben  einen kompletten Satz Bauzeichnungen zum Sharpie  in elektronischer Form vorliegen,

den wir bei Bedarf gerne zur Verfügung stellen!

Frei aus

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zum 75-jährigen Bestehen